Madeira September 2022

Madeira
Anflug über Porto Santo in Richtung Funchal/Madeira

14.09. Mittwoch

Anreise dieses Mal mit dem eigenen Auto nach München. Wir hatten den Parkplatz im Parkhaus 44 vorab online reserviert (sehr zu empfehlen, einfache Abwicklung, 62€ für 10 Tage, Shuttlebus zu den Terminals). Da wir auch den Check In bereits online am Vortag erledigt hatten, konnten wir unser Gepäck direkt am Automat abgeben. Trotz der derzeitigen Personalprobleme war auch die Sicherheitskontrolle nicht überfüllt und war schnell erledigt. Im Gegensatz zu unserer 26-stündigen Verspätung beim letzten Urlaub war der Abflug überpünktlich und vier Stunden später landeten wir in Funchal. Da der Flughafen recht übersichtlich ist und wir der einzige landende Flieger waren, hatten wir unser Gepäck auch nach sehr kurzer Zeit. Unseren Mietwagen hatten wir auch bereits über den ADAC gebucht und musste nur noch abgeholt werden, leider waren wir die einzigen am Schalter, die alles bereits im Voraus gemacht hatten. Dann ging es aber auch los mit unserem roten Renault Captur und gegen 19 Uhr checkten wir im Madeira Panoramico ein. Nach kurzem Auspacken und Duschen ging es dann zum Buffet und anschließendem Cocktail, aber dann auch früh ins Bett. Anreise ist halt doch immer anstrengend.

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Renault Captur

15.09. Donnerstag

Wir waren früh wach und waren mit die ersten beim Frühstück. Sowas passiert uns eigentlich nie. Über Funchal war der Himmel klar, doch in den Bergen oberhalb hingen dicke Wolken.

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Sonnenaufgang über Funchal

Nach kurzer Überlegung sind wir trotzdem in die Berge losgefahren, eigentlich war unser Ziel der Lorbeerwald in Fanal. Auf der Fahrt über den Encumeada-Pass ging es durch dicken Nebel und als wir auf den Parkplatz am Forsthaus Fanal geschanzt sind schüttete es ohne Ende. Wir wollten dennoch los und entschieden uns für den Rundweg „Levada dos Cedros“. Vom Forsthaus schlängelt sich der Weg über viele Stufen bis zur Quelle der Levada hinab.

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der Abstieg

Durch den Regen war der Weg auch etwas tricky zu gehen. Ist man erst an der Quelle angekommen wird es zu einem wunderschönen weg entlang der Levada immer leicht abwärts durch den Lorbeerwald mit zig schönen Aussichtmöglichkeiten ins Tal. Gesehen haben wir davon dank der Wolken leider nicht viel. Der Anstieg zurück zum Forsthaus hatte es dann auch in sich, da wir aufgrund des Wetters keine Pausen eingelegt hatten.

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immer entlang der Levada

Zwischenzeitlich hatte es zu regnen aufgehört, die letzten 3,5 km auf Asphalt waren trotzdem im Vergleich zum Rest ganz schön anstrengend.  Im Auto hatten wir dann trockene Schuhe und Shirts zum Wechseln und auf der Rückfahrt hielten wir noch am Kiosk am Encumeada-Pass und gönnten uns etwas zu trinken und ein Eis und konnten tatsächlich auch noch die Aussicht genießen, da kurz die Sonne rauskam. Im Hotel gab es dann erst mal eine heiße Dusche für uns und danach auch für die verdreckten Schuhe und Hosen. Beim Abendessen gab es Livemusik von der „Good Good Band“, wirklich angenehm zum zuhören. Haben wir dann anschließend auch noch auf dem Balkon genossen mit Aussicht auf die Lichter von Funchal.

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Lichter der Stadt

16.09. Freitag

Wieder ein früher Start in den Tag, und nach unserer knapp 16km langen Wanderung am Vortag wollten wir es heute etwas ruhiger angehen. Wir entschieden uns für eine kleine Rundfahrt und das erste Ziel waren die Balcoes bei Ribeiro Frio.

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Blick vom Balcoes nach Norden in den Atlantik

Da es sich hierbei um eine kurze und sehr flache Tour handelt waren auch entsprechend viele Reisebusse vor Ort. Die Aussicht ist gewaltig, allerdings muss man sich einen Platz am Balkon auch etwas erkämpfen. Unser nächstes Ziel war Santana an der Nordküste. Im Ortszentrum am Rathaus sind einige restaurierte Madeira-Häuser, traditionelle Steinhäuschen mit einem reetbedeckten Dach.

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traditionelles Steinhaus

Auch hier ist viel los, wenn man aber das Zentrum verlässt ist man schnell wieder für sich. Bei der Runde durch die Stadt kann man dann auch die tatsächlichen teils noch bewohnten und auch unbewohnten Madeira-Häuser entdecken.

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etwas ausserhalb vom Zentrum lässt die Renovierung auch nach

Vor dem Rückweg nach Funchal entschieden wir uns dann, nochmals in Fanal vorbeizufahren, dieses Mal im strahlenden Sonnenschein. Mit trockenen Füssen konnten wir die Atmosphäre heute auch ganz anders genießen und der kurze Aufstieg auf den anschließenden Berg war die Aussicht auf jeden Fall wert. Auf der Rückfahrt haben wir dann auch noch am ein oder anderen Aussichtspunkt angehalten.

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Der Wald von Fanal allerdings ohne Nebel

17.09 Samstag

Nach dem Frühstück ging es heute wieder mit dem Auto um die Insel Richtung Santana. Das Ziel war der Pico Ruivo, der höchste Berg der Insel (1862m). Wir entschieden uns für den einfacheren Aufstieg über die Achada do Teixeira.

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Parkplatz am Einstieg der Wanderung

Der Parkplatz lag heute in den Wolken und es fing natürlich wieder zu regnen an. Da wir wussten, dass der Weg recht einfach zu begehen ist und es auch einige Möglichkeiten zum Unterstehen und eine Bergstation mit Bewirtung gibt, entschieden wir uns trotzdem loszulaufen und nach einigen Biegungen verschwand der Regen auch wieder. Leider gab es beim Aufstieg aufgrund der Wolken keine Aussicht. An der Bergstation war das Wetter noch eher schlecht, beim Erreichen des Gipfels rissen die Wolken dann aber auf und die Aussicht auf die umliegenden Bergkämme war überragend. Da legten wir dann gerne eine kleine Vesperpause ein.

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Auf zum Gipfel

Als sich die Wolken wieder schlossen traten wir den Rückweg an. Da es sich um denselben Weg wir beim Aufstieg handelte ging der Abstieg schnell von den Füßen und es gab immer wieder eine gute Aussicht in alle Richtungen. Von weitem konnte man dann auch sehen, dass sich der Parkplatz gut gefüllt hatte. Am Mountain Spot Cafe hinter dem Parkplatz gabs dann noch Kaffee und sehr lecker Kuchen und auf der überdachten Terrasse machte uns der richtig stark einsetzende Regen auch gar nichts aus. Heute ging es dann aber auch direkt zurück ins Hotel, Tagesziel war der Pool.

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Urlaub 2022 Madeira

18.09. Sonntag

Heute war ein unmotivierter „Nicht-viel-mach-Tag“. Beim späten Frühstück fing es zum Regnen an, so dass wir den Platz vorne auf der Terrasse mit Blick aufs Meer gegen einen überdachten mit Blick auf nichts tauschen mussten. Nach etwas Überlegung entschieden wir uns auf den Pico do Arieiro zu fahren.

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ab in die Wolken

Man kann mit dem Auto bis ganz hinauf zur Radarstation fahren, auf den Parkplatz hatten sich auch noch ein paar wenige andere Autos heute verirrt Leider langten die 1810m Höhe nicht durch die Wolken, eine Aussicht war nicht vorhanden. Dennoch sind wir den Wegen am Gipfel gefolgt und haben uns umgesehen, so weit es eben ging. Von hier ging es direkt zurück zum Hotel. Mangels Motiviaton sind wir dann noch zum Continente-Supermarkt gelaufen und von dort noch zum Decathlon um uns etwas umzusehen. Zurück im Hotel wollten wir vorm Abendessen noch bissel in den Pool, allerdings war dort heute kein Platz mehr für uns. Es hatten heute wohl viele keine Lust, groß etwas zu unternehmen. Dann nutzten wir die Zeit eben sinnvoll und haben noch etwas Wäsche gewaschen und Bilder archiviert und sind früh zum Abendessen. 

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etwas Bar am Abend

19.09. Montag

Heute nutzten wir den hoteleigenen Shuttle Service, um vom Hotel in die Innenstadt/Altstadt und zurück zukommen. Der Bus ließ uns direkt am CR7-Museum raus, und wir konnten gleich die von zuhause angeforderten Fotos von der Statue machen. Anschließend sind wir am Hafen noch auf die alte Festungsmauer geklettert um die Aussicht zu genießen.

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Pott am Kai

Im Hafen hatte auch früh am morgen ein größeres Kreuzfahrtschiff, die „Anthem of the Seas“, angelegt und man konnte die Völkerwanderung der Passagiere in die Stadt beobachten. Vom Hafen sind wir dann zur Seilbahnstation gelaufen und sind nach Monte hochgefahren. Auf den Höhenmetern hinauf schlug dann auch schon wieder das Wetter um und wir stiegen im Nieselregen aus.

Funchal
Seilbahn in Funchal

Wir schauten uns die Kirche „Nosa Senhora do Monte an, in der der letzte österreichische Kaiser Karl I. beerdigt ist.

Funchal
Nosa Senhora do Monte

Wir sind dann noch durch die Straßen geschlendert und schauten beim Start der Korbschlittenfahrten zu. Eigentlich wollten wir uns noch die Gärten in Monte anschauen, ließen es aber aufgrund des Regens bleiben. Zurück auf Meereshöhe gab es dann wieder im strahlendem Sonnenschein ein leckeres Mittagessen, schwarzen Degenfisch mit Banane, eine Art Nationalgericht in Madeira. Wir schauten uns noch die Markthalle an und haben noch einen Schaufensterbummel gemacht, bis es mit dem Shuttle wieder zurück ins Hotel ging.

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Chilis

20.09. Dienstag

Pico Arieiro zum Zweiten. Direkt nach dem Frühstück sind wir wieder hinauf auf 1810m gefahren, dieses mal ohne Bewölkung dafür mit Aussicht.

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auf dem Pico Arieiro

Entsprechend überfüllt war auch schon der Parkplatz und an der Abzweigung hatte es auch schon gekracht. Nach dem Besuch am Gipfelkreuz sind wir direkt noch zum Bussardnest gelaufen, was dank der Menschenmassen auf dem teils schmalen Weg nicht immer einfach war.

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Blick zurück vom Bussardnest zum Pico Arieiro

Vom Bussardnest hat man dann eine tolle Aussicht zu beiden Seiten bis ans Meer. Lediglich der Pico Ruivo hüllte sich noch in Wolken. Gegen Mittag begann es wieder zuzuziehen und wir entschieden uns abzufahren. Unser nächstes Ziel war die Cristo-Rei-Statue über dem Meer nahe Funchal. Hier war es wieder schön sonnig und sehr warm. Die Statue ist derzeit leider aufgrund Sanierungsarbeiten rundum abgesperrt, trotzdem beeindruckend.

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nicht in Rio

Wir legten eine kleine Vesperpause im Schatten der Statue ein und sind dann weiter zum Cabo Girao Skywalk, eine der höchten Steilklippen in Europa. Von hier hat man durch den Glasboden einen Blick von 580m in die Tiefe.

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Blick vom Cabo Girao in die Tiefe

Danach wollten wir noch zum Wasserfall Cascata dos Anjos, leider war die Küstenstraße aufgrund von Erdrutschen geschlossen. Nachdem es nun auch zu regnen angefangen hatte sind wir zurück zum Hotel. Für ein paar Runden im Pool vor dem Abendessen war das Wetter noch locker gut genug.

21.09. Mittwoch

Wieder ein späteres Frühstück, aber der Plan für heute war schon gemacht. Heute ging es zu der viel beworbenen Tour von Rabacal zu den 25 Quellen. Die Anfahrt ähnelte der nach Fanal und war uns daher bereits bekannt. Wie bereits geahnt war der Parkplatz am Startpunkt bereits mehr als voll und wir hatten uns bereits vorher einen alternativen Einstieg rausgesucht. Die Tour wurde zwar dadurch etwas länger, aber man spart sich den Ab- und Aufstieg zur Casa do Rabacal. Wie erhofft konnten wir hier leicht parken. Der Weg führte zuerst an einer Hangkante entlang und dann durch den 800m langen Reitertunnel, der mit der Stirnlampe leicht zu durchqueren war.

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ab in den Tunnel

Nach dem sehr ruhigen Einstieg merkt man schnell, wenn man auf die Standardroute trifft, der „Verkehr“ nimmt schlagartig zu. Es war nun wirklich sehr viel los und an ein paar schönen Aussichtspunkten wird man regelrecht vorbeigeschoben. Teilweise wird der Weg auch sehr schmal und man sollte den Gegenverkehr vorbeilassen, was manche auch nicht einsehen.

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25 Falls

An den 25 Quellen angekommen suchten wir eine Weile nach einem Fotospot ohne andere Menschen auf den Bildern zu haben. Auf dem Rückweg machten wir dann noch einen Schlenker zum Risco-Wasserfall, hier war dann schon deutlich weniger los.

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Risco-Wasserfall

Auf dem Rückweg zum Tunnel legten wir dann noch eine Vesperpause an der Casa do Rabacal ein und waren gegen 15 Uhr wieder am Auto. Da wir nichts mehr vor hatten, machten wir noch eine Spritztour Richtung Porto Moniz, hatten aber leider keine Badesachen dabei.

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Ponte Moritz

Über die Südseite der Insel ging es wieder zurück nach Funchal.

22.09. Donnerstag

Heute ging es zur nächsten „Madeira must make“-Wanderung zur Halbinsel Sao Lourenco im Osten von Madeira.

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São Lourenço

Die Landschaft erinnerte uns stark an unseren letzten Urlaub in Fuerteventura, nur war es damals nicht so steil. Auf einem immer wieder gepflasterten Pfad und viele Treppen bergauf und bergab schlängelt man sich über die Inseln bis zur Casa do Sardinha. Hier fühlt man sich wie in einer kleinen Oase und wir legten auch eine Toilettenpause ein und machten dann oberhalb der Casa eine Vesperpause, da es dort viel ruhiger war.

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Steilküste an der Halbinsel

Von der Casa aus kann man noch den letzten Anstieg zum Morro do Furado in Angriff nehmen, ließen wir aber weg. Auf dem Rückweg legten wir immer wieder kleine Aussichtspausen ein. Am Parkplatz gönnten wir uns am Kiosk noch eine eiskalte Cola und machten uns auf die Rückfahrt. Oberhalb vom Flughafens hielten wir nochmal an und beobachteten eine Weile die startenden und landenden Maschinen, vorallem die Landung ist aufgrund der steilen Kurve vor der Landung immer wieder ein Erlebnis.

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Urlaubsflieger im Anflug

Das anschließende Abendprogramm verlief dann wieder entspannend mit Pool, Abendessen, Good-Good-Band und Cocktail auf dem Balkon.

23.09. Freitag

Heute ging es zur letzten Levada-Tour von Lamaceiros ins Tal der Ribeira da Janela entlang der Levada da Central.

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immer der Levada entlang

Dies ist eine relativ einfache und ebene, aber mit knapp 19km auch lange Tour. Der Weg ist anfangs recht breit und wird später immer schmaler. Unterwegs trafen wir immer wieder gutgelaunte Bauarbeiter, die den Weg in Schuss halten. Es gab auch wieder zwei Tunnel, die diesmal relativ schmal und niedrig waren, aber trotzdem noch gut begehbar. Bei Gegenverkehr muss man einfach abschätzen, wann man mal an einer kleinen Aussparung stehen bleibt und sich aneinander vorbeidrückt.

Madeira
durch den Wasserfall, im Sommer jedoch ohne Wasser

An einem alten Wasserhaus ist für viele der Umkehrpunkt erreicht, wir liefen noch weiter bis zum dritten Tunnel, haben dann aber auch kehrt gemacht. Vom Parktplatz fuhren wir noch nach Porto Moniz und haben uns noch ein Eis an der Uferpromenade gegönnt. Zurück in Funchal ging es noch ein letztes Mal in den Pool und nach dem Abendessen stand dann nur noch packen an.

34.09. Samstag

Abreisetag. Schade.

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