9+1Nächte La Réunion

Eine Reise in den Indischen Ozean auf eine kleine Insel… La Réunion 2016

 

04.06.16

Los geht’s: mit dem Auto bis Backnang, von dort mit der S-Bahn zum Flughafen (Zug ist im Ticket enthalten), dort einfach am Air-France-Schalter

einchecken. Hier bekommt man direkt das Ticket für den Flug nach Paris CDG, das Bus-Ticket für den Transfer von CDG nach Orly und das Flugticket

nach La Réunion. Das ganze ging dann auch super einfach am Flughafen. Gelandet an Terminal 2G, dann in den Bus, der direkt davor steht, hüpfen

und mit dem zu 2F fahren (ca. 5min). Dort dann ins Terminal und ein Stock tiefer zum Ausgang 8 wieder hinaus. Da stehen dann viele Busse und

man nimmt einfach den der Linie 3. Die Fahrt dauert dann allerdings etwas, es geht quer durch Paris inkl. aller Staus… Dort wieder einchecken

und ab geht’s in Richtung Indischer Ozean. Der Aufenthalt zum Umsteigen in Paris sollte nicht zu kurz gewählt werden, wir hatten 4,5h und

eigentlich nicht allzu viel Wartezeit. Gepäck muss in CDG geholt und in Orly neu aufgegeben werden.

über den Wolken

 

05.06.16

Ankunft auf La Réunion, Flug ist pünktlich um 09:45 gelandet.

Roland Garros

Gegenüber vom Ausgang des Flughafen ist direkt der TUI Reiseservice, zusammen mit vielen anderen. Haben uns dort gemeldet und kurz darauf kam

Catherine, die vor Ort alles organisiert. Der Fahrer, der uns zum Hotel bringen sollte, war auch kurz darauf da, musste aber noch etwa eine Stunde

warten bis ein weiterer Flieger gelandet war. Er hatte mehrere Gäste und Hotels anzufahren. Wir wurden ganz zum Schluss abgesetzt, im schönsten

Hotel, zumindest soweit man das von außen beurteilen kann. Im Le Nautile (www.hotel-nautile.com)mussten wir dann noch eine Stunde auf das

Zimmer warten, was mit Cocktails ja kein allzu großes Problem war.

St. Gilles

Um halb drei kam Catherine ins Hotel. Sie brachte eine kleine Landkarte mit auf der sie die Highlights markierte. Ebenso gab Sie Tipps, wann man

wo am besten hinfährt. Dazu kam noch eine Web-Adresse zur Wetterauskunft www.meteofrance.re auf der eine zumindest annähernd realistische

Wetterauskunft gegeben wird.

 

Den Rest des Tages verbrachten wir dann am Strand direkt vor dem Hotel.

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06.06.16

Um 09:30 kam der Mietwagen von Europcar, Peugeot 108 mit wahnsinnigen 51kw. Aber  -wie sich herausstellen sollte – völlig ausreichend.

Peugot 108

 

Sind dann kurz nach 10 Richtung Süden gefahren, erstes Ziel war Puits Arabe mit dem Lava- Lehrpfad zum Point de la Table. Leider sind die

Hinweisschilder und Beschreibungen nur auf Französisch… Schade…

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Von dort sind wir dann weiter an der Küste an den Lavafeldern nach  Piton St Rose gefahren zur Kirche Notre Dame de Lava. Der ganze Ort wurde

bei einem Ausbruch am 5. April 1977 verwüstet und mit Lava bedeckt – außer die Kirche, wo die Lava kurz vor dem Altar zum Stillstand kam. Der

Ort wurde wieder aufgebaut und die Kirche als Notre Dame de Lava wieder restauriert. Leider ist das aber nicht so wie man sich das denkt, das die

Lava noch bis zum Altar zu sehen ist sondern es wurde der Lavafluss um die Kirche in einem Abstand von 1 Meter entfernt und die Kirche ganz normal

wieder hergestellt.

Notredam de Lava

 

Anschließend sind wir nur wenige km weiter zum Anse des Cascades gefahren. Sonderlich beindruckend waren die Wasserfälle nicht, was aber auch

an der gerade eher trockenen Zeit liegen kann. Es gibt viele kleine Pavillons zum Rasten, Picknick alle 5m möglich. Es gibt ein Café und einen kleinen

Hafen für Fischerboote.

Fischerboote

 

Auf dem Rückweg haben wir noch am Aussichtspunkt Le Grand Brule kurz angehalten, dieser befindet sich direkt an der Küstenstraße N2 und ist

über wenige Schritte oberhalb der Straße zu erreichen. Hier kann man nach oben Richtung Vulkan die unterschiedlichen Lavaströme, besonders den

von 1976, erkennen. Teils schon überwachsen und teils nur Lava.

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Jetzt ging es aber nix wie zurück zum Hotel. Genug für einen Tag.

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07.06.16

Heute ging es auf die Ostseite der Insel, erste Ziel war Foret de Bebour. Ein Urwald, der noch den ursprünglichen Wald bzw. Dschungel der Insel zeigt.

Hier haben wir eine kurze Wanderung durch den Wald gemacht. Auch wenn das Wetter auf ca. 1700hm nicht super war, war es dennoch sehr schwül

und feucht im Wald. Ohne gute Schuhe geht gar nichts.

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Vom Foret aus ging es dann ein Stück auf der N3 zurück zum Grand Etang. Der See liegt schön in einem Talkessel, umringt von hohen steilen Wänden.

Die Wanderung entlang am See bis zu den Wasserfällen Cascades du Bras d Annette, die den See speißen war sehr schweißtreibend. Der grobschotterige

Weg zum See war nicht einfach zu laufen, um den See folgte dann eine Trampelpfad, der sich stetig verschlechterte. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit

waren die Steine auch sehr glitschig. Alleine der Weg zu den Fällen und zurück waren lockere 2,5h und dann hat man noch nicht mal eine Pause gemacht.

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Da der Rückweg über die N3 und N1 (über St. Denis) länger dauert sind wir an dem Tag auch gleich zurück gefahren.

Generell ist es so, dass gegen 18 Uhr Sonnenuntergang ist. Entgegen der heimischen Gewohnheit dann noch etwas Abenddämmerung zu haben ist

hier 20 Min. später das Licht aus, als ob jemand den Stecker zieht. Die Straßen sind eher schlecht beleuchtet, das Autofahren kann dann recht

anstrengend sein.

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08.06.18

Da der Wetterbericht für den Vulkan Sonne vorhersagte sind wir um kurz nach 4 Uhr aufgestanden und gegen fünf Richtung Vulkan aufgebrochen.

Die Anfahrt dauert über 2h. Man schlängelt sich von 0hm auf 2319hm. Die Anfahrt ist nichts für Personen mit Höhenangst. Die Straße ist eng, steil

und hat teils in den Kehren kein Geländer. Aber tolle kleine weiß angemalte Steine als Begrenzung… Die letzten 5,7 km sind nicht asphaltiert, aber

laut Reiseführer sehr gut befestigt und ohne Probleme zu befahren. Wann waren die das letzte Mal dort?? Die 5,7km sind für Fahrzeug und

Fahrer/Beifahrer Horror! Eine von Schlaglöchern übersähte Piste, die keinen Meter Entspannung zulässt. Entweder wurde diese nach der Regenzeit

noch nicht instand gesetzt oder ich möchte die nicht so gut befestigten Forststraße nicht sehen!

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Leider war der gesamte Berg in den Wolken, nach ein paar Minuten des Überlegens sind wir aber dann dennoch aufgebrochen. Entlang der

Abbruchkante windet sich eine Treppe in Serpentinen die 100hm nach unten auf die Vulkanebene. Durch die Wolken, in denen wir jetzt standen,

haben wir leider keine Sicht auf unser Ziel gehabt. Man läuft entlang einer gut sichtbaren Markierung, die alle 2m auf den Boden gemalt, wurde

einfach mal los und den anderen Wanderern hinterher. Nach da. 1h Fußmarsch kommt man zur Chappele de Rosement, eine durch eine Gasblase

in der flüssigen Lava entstandener Hohlraum. Von hier ist es noch ca.3h zu Fuß auf den Aussichtspunkt am Cratere Dolomieu auf 2522hm.

Der Aufstieg ist anstrengend, aber gut begehbar. Er führt über unterschiedliche Lavaformationen stetig Berg an – lediglich auf dem letzten Stück,

welches den Grater von der Nordseite nach Süden umrundet, beginnt der Weg auf und nieder zu gehen. Auf dem Gipfel/Krater angekommen hatten

wir Sonne. Die Sicht zur Küste war zwar eingeschränkt, aber man konnte unter den Wolken etwas Meer erkennen. Der Rückweg war gefühlt deutlich

schneller, die Treppen zum Pas de Bellecombe hoch dafür wieder anstrengend. Danach waren nur noch 5,7km Horrorpiste bis zur sichereren

Zivilisation zurück zu legen.

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Hier zeigt sich das eine sehr frühe Anfahrt nötig ist. Man sollte deutlich vor 08:00 auf dem Parkplatz sein. Für die 15km der Wanderung kann man 5-6h einplanen.

 

09.06.16

Heute ging es in den Cirque de Cilaos, eine Anfahrt von ca. 40km mit 430 Kehren und Kurven. Eine gut asphaltierte, dafür enge Straße die heute

nur wenig Verkehr aufwies, trotzdem benötigt man etwa 1,5h. Da noch reichlich Muskelkater vom Vortag vorhanden war, beschränkten wir uns

auf einen Spaziergang durch die Stadt mit einem kleinen Mittagessen. Anschließend fuhren wir noch auf den Aussichtspunkt über der Stadt. Der

Rückweg am Nachmittag läuft dann aber deutlich flüssiger und man ist schnell wieder aus dem Tal heraus. Dann ging es direkt zurück ins Hotel

um noch etwas an den Strand liegen zu können.

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10.06.26

Sind heute nach einem eher späten Frühstück losgefahren, Ziel war eigentlich die Ostseite der Insel. Da es aber keine Wolken am Himmel gab sind

wir dann kurzentschlossen zum Aussichtspunkt am Piton Maido auf 2200hm. Die 20km lange Strecke ist gespickt mit vielen Kurven aber zum Glück

wenig Verkehr. Der Parkplatz befindet sich nur 5 Gehminuten unterhalb der Abbruchkante zum Cirque de Mafate. Ein gigantischer Ausblick in das

Tal bietet sich von dort aus, dreht man sich um, kann man in unserem Fall auf die Wolken und das darunterlegende Meer sehen. Von der Ostseite

schwappten bereits Wolken ins Tal, schnell fingen diese an das Tal zu füllen. Nach einem kleinen Spaziergang zur Wetterstation machten wir noch

kurz am Parkplatz Rast auf einen Vanillekaffee und Hot Dogs. Heute waren wir dann mal richtig früh zurück im Hotel und nutzten den Nachmittag

für eine Runde im Meer.

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11.06.16

Fahrt zur den Niagarafällen – gleicher Name aber kleinere Ausmaße. Die Anfahrt war nicht ganz so einfach, ein Teil der Wegweiser sind leider im

Rücken des Anfahrenden aufgestellt. Wir haben das Auto dann im letzten Ort stehen gelassen und sind die 1,5km gelaufen. Der Wasserfall ist

aufgrund der derzeitigen Trockenheit nicht überwältigend, lädt aber zum Verweilen ein.

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Nach dem Rückmarsch sind wir dann zum Cirque de Salazie bis zu einem Aussichtspunkt kurz vor Hell-Bourg gefahren und haben von dort die

Aussicht auf das grüne Tal genossen. Das Tal von Salazie ist über und über bewachsen, stetig fallen kleinere und größere Wasserfälle am Wegesrand

in die Tiefe. Schon die Einfahrt durch die Schlucht mit den hohen Felswänden ist beeindruckend, ganz anders als die Fahrt ins Cirque de Cilaos.

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Den Rest des späten Nachmittags verbrachten wir dann am Strand mit Fischis ärgern, allerdings ohne Tauschbrille und Schnorchel.

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12.06.16

Am letzten Tag mit Auto haben wir auch den letzten Punkt auf unserer imaginären Liste erreicht. Cap Noir mit dem Aussichtspunkt ca.1200m hoch

über dem Cirque de Mafate im Norden. Die ca. zweistündige Rundwanderung zum La Roche Verre Bouteille war zwar anstrengend und mühsam,

aber traumhaft. Es ging zum Teil über rutschige nasse Steine und Eisenleitern erst langsam an der Bergflanke entlang um sich dann immer weiter

in die Höhe zu winden. Die Aussicht sowohl Richtung Cirque de Mafate als auch Richtung Meer ist die Mühe jedoch wert. Der Abstieg zum Parkplatz

war zwar sehr steil aber kurz.

Wanderung

La Reunion

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Bei bestem Wetter ging es zurück ins Hotel. Nach einem kurzen Cocktail wurde noch Schnorchel und Brille besorgt und dann ab ins Wasser.

 

13.06.16

Vorletzter Urlaubstag… Spät Frühstücken, da das Auto um zehn Uhr morgens bereits abgeholt werden soll – es kommt aber niemand.

Laut Rezeption ganz normal, also Autoschlüssel dort deponiert. Da es sehr windig war, haben wir beschlossen den Rückenwind etwas auszunützen

und einfach den Strand entlang nach Norden zu laufen. Nach ca. 5km dann Richtung Stadt bzw. Strandpromenade eingebogen – ist man aus dem

Wind heraus wird es gleich richtig warm in der Sonne. Wie üblich hatte aber von zwölf bis vier nichts offen zum shoppen, auch nicht der Supermarkt.

Also einfach grob Richtung Hotel durch die Stadt mit zig Umwegen. Am Hotel angekommen erst einmal ein Cocktail an der Bar, leider war es noch

immer zu windig für den Strand. Etwas später dann auf den Balkon verlagert und den Rest von Downhill-Rennen in Leogang angesehen.

Doch noch kurz zum Stand zu einer kleinen Fotosession. Man wird zwar regelrecht sandgestrahlt, kann dafür aber die Kite-Surfer beobachten.

Kite Surfen

14.06.16

Tag des Auscheckens. Spät frühstücken und Zimmer bis elf Uhr räumen. Bar- und Minibarrechnung bezahlen und kurz schauen – ja, Mietwagen

noch nicht abgeholt. Da es leider zum Baden im Meer wieder viel zu windig aber sonst sonnig ist, haben wir uns dazu entschlossen an der Bar abzuhängen.

Auf Pool hatte keiner Lust. Wir wurden pünktlich um halb sechs zum Flughafen abgeholt. Check in, Gepäckabgabe und alles Weitere lief reibungslos.

Boarding fand auch fast zur angegebenen Zeit statt….. Das war es dann aber auch schon…. Um zehn kam die Durchsage es gibt einen Defekt, um

halb elf kam eine Durchsage es dauert noch und wir bekommen das Essen, das gab es zwar erst um viertel zwölf, auch nicht schlimm. Um kurz nach zwölf

standen wir und alle anderen wieder in der Eingangshalle….. Um eins kamen die Busse und um drei waren wir im Hotel Le Recife in St. Gilles – na ja, nun

konnten wir das Hotel, dass bei uns auch in der engeren Wahl stand, noch testen. Die nächtliche Busfahrt war der Hammer, der Busfahrer hatte es nicht

so mit dem Fahren (rückwärts durch die Einbahnstraße, falschrum durch den Kreisverkehr)… Ein Erlebnis.

 

15.06.16

Aufstehen um neun, um noch das Frühstück zu erwischen, duschen und dann weiter schlafen. Irgendwie fertig fühlt man sich da. Um halb eins zum

Mittagessen, danach auch nichts mehr angefangen. Die Rückfahrt zum Flughafen verschiebt sich von 18 Uhr auf 16.30 Uhr und schließlich 16 Uhr. Wir waren

da, ebenso der Busfahrer, sonst niemand. Kurze Panik im Hotel – alle Leute wieder zusammen zu sammeln. Noch die anderen Hotels abklappern

und Zack wieder um sieben am Flugplatz.

 

Auf ein Neues…

Der Rückflug war dann soweit ohne weitere Verzögerung und wir landeten halt einen Tag später wieder in Stuttgart.

Air France

 

Was ich das nächste Mal mitnehmen würde:

  • Fernglas
  • Smartphone Halter fürs Auto

Nützliche Apps:

  • Offline Karte La Réunion von Map in Motion aus dem App Store
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